Charity: Hilfe, die ankommt - ohne Verwaltungskosten

Alleinerziehende Mütter haben keine Lobby

In Ländern wie Namibia stehen alleinerziehende Mütter besonders großen Problemen gegenüber, da es keine staatliche Unterstützung gibt. Sie müssen sich selbst helfen und gemeinsam versuchen, Wege aus der Armut zu finden, um ihren Kindern eine kostenintensive Schulausbildung zu gewährleisten. Viele dieser Mütter haben selbst keine oder nur eine geringe Schulausbildung erhalten und finden entsprechend keine oder nur sehr schlecht bezahlte Jobs.

Wir unterstützen sie aktiv im Aufbau einer kleinen Selbständigkeit, um ihnen eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. Aktuelle Projekte sind der Kindergarten Tulinawa nahe Swakopmunds sowie das Frauen-Gartenprojekt in Sangwali (Caprivi /Zambezi Region).
Darüber hinaus helfen wir unbürokratisch und ohne jegliche Verwaltungskosten in Form von Lebensmittel- und Kleiderspenden, medizinischer Versorgung sowie der Übernahme von Schulgebühren und Lehrmitteln.

Hilfsprojekt 1

Kindergarten Tulinawa: Von Pressspan-Anbau zum Kindergarten mit Spielplatz

Ein wackliger Anbau aus Pressspan klebt an einem kleinen Haus im Armenviertel Tulinawa am Rande von Swakopmund in Namibia.
Eine kaputte Tür, die nicht schließt, ein alter Autoreifen, der das Dach vor dem Herabfallen schützen soll. Blanker, kalter Betonboden, auf dem die Kinder hocken.
Hier begann Helena Denis, die ersten Kinder von alleinerziehenden Müttern aus dem Armenviertel DRC bei Swakopmund in Namibia zu betreuen. Die meist sehr jungen Mütter haben einfache Jobs, putzen in Haushalten, füllen Regale in Supermärkten oder verkaufen Telefonguthaben an Passanten.

Es war ein bescheidener Anfang, mit dem Helena, selbst Mutter von zwei Kindern, durch die Betreuung von Kleinkindern ein kleines Einkommen generierte und damit den Müttern aus DRC die Möglichkeit gab, gegen ein geringes Kostgeld ihre Kleinen sicher zu wissen und sich nach Arbeit umzusehen.
Mit Fleiß und Durchhaltevermögen, Liebe und Geduld sowie ersten Spendengeldern begann sich das Blatt allmählich zu wenden. Helena fragte nie nach Geld oder Spenden, doch gerade durch ihre bescheidene, herzliche Art und den liebevollen Umgang mit ihren Schutzbefohlenen überzeugte sie, und so bekam sie unerwartete Hilfe.
Die deutsche Reisejournalistin und Reiseleiterin Konny von Schmettau, die in Namibia lebt, hat sich vor zwei Jahren des bescheidenen Kindergartenprojektes angenommen und aktiviert immer wieder den einen oder anderen Spender, um Helena den Einstieg zu erleichtern und für Kinder alleinerziehender Mütter aus dem Armenviertel einen sicheren und schönen Kindergarten aufzubauen.

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Drei Jahre sind inzwischen vergangen und die Veränderungen sind deutlich zu erkennen. Der alte Schuppen ist einem Anbau gewichen, in dem die Kleinen sauber und gemütlich spielen können. Statt auf blankem Beton zu liegen, kuscheln sie nun auf warmen Matratzen und Wolldecken. Eine halbhohe Mauer um das Grundstück gewährt die Sicherheit, dass die Kleinen beim Spielen nicht auf die Straße geraten.
Ein überdachter Bereich des Grundstücks dient als Spielplatz, zwei kindgerechte Toiletten konnten gebaut werden und auch die Küche wurde mit Spendengeldern erweitert.
Nun gilt es, weiterzumachen. Auf dem Spielgelände fehlt es noch an Spielgeräten. Lernspielzeug, Malsachen und viele Kleinigkeiten werden benötigt. Demnächst soll eine kleine Vorschule für die größeren Kindern eingerichtet werden – bis jetzt steht nur der Rohbau.

Zudem beginnt im Januar das neue Schuljahr in Namibia und die kleinen Schulanfänger aus Tulinawa benötigen Schulranzen und Erstausstattung für ihren neuen Lebensabschnitt.

Die Kinder von Tulinawa freuen sich über jede Unterstützung, die ihnen den Weg aus der Armut in ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Wer den Kindergarten Tulinawa unterstützen möchte, kann sich sehr gerne an unserer Aktion bei Charitystar beteiligen. - Ohne finanziellen Beitrag, ein Klick genügt!

Hilfsprojekt 2

Gewächshäuser für die Frauen von Sangwali

Worum geht es in dem Projekt?
Das kleine Dorf Sangwali liegt im Nordosten Namibias, dem früheren Caprivi-Zipfel. Es ist ein ruhiger Ort, in dem die Mitglieder der Gemeinschaft in Frieden leben, doch ohne große Perspektiven. „River People“ nennen sie sich selbst, Menschen, die von den Flüssen, dem Wasser, von Fischfang und Landwirtschaft leben.

Erst im Januar 2016 wurde Sangwali an die nationale Stromversorgung angeschlossen, ein sehr wichtiger Schritt für die Bevölkerung. Doch lange noch sind die Privathäuser ohne Strom, und Wasser wird aus dem Dorfbrunnen geholt. Gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft hat die Journalistin und Buchautorin Konny von Schmettau einen Projektplan erarbeitet, um dem traditionell lebenden Volksstamm der Mayeyi eine Zukunft ohne Armut und Existenzängste zu ermöglichen.
Einfache Projekte und der Zugang zu modernen Medien sollen den Menschen helfen, den Spagat
zwischen Tradition und Moderne zu schaffen.

Die Frauen von Sangwali vertrauen auf Gartenbau und Landwirtschaft, doch die in den Linyanti-Sümpfen lebenden Nilpferde fressen nachts alles auf, was tagsüber mühevoll gesät und angebaut wurde.

 

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Was soll finanziert werden?
Mit dem Bau einfacher Gewächshäuser wollen wir die lebenswichtigen Pflanzen – Salat, Gemüse und Früchte – vor den Nilpferden schützen.
Für die Bewässerung benötigen wir Solarbetriebene Pumpen (mit Anschlüssen und Wasserleitungen), die das Wasser über einfache Wassertanks zu den Gewächshäusern leiten.
Zwischen den Gewächshäusern wollen wir Hühnerställe etablieren, die in selber Art wie die Gewächshäuser aufgebaut werden. Die Hühner sind draußen und dennoch geschützt. Die Eier dienen den Familien als Proteinlieferanten. Ernährt werden die Hühner von den Salat- und Gemüseabfällen aus den Gewächshäusern, während der Kot der Tiere wiederum zur Düngung dient.

Unser Ziel liegt im Bau von 3 Wasserpumpstationen mit jeweils 10 Gewächshäusern und 1-2 Hühnerställen.
Zielgruppe sind die Frauen von Sangwali mit ihren Familien.
Wenn wir die Grundlagen geschaffen haben, kann sich das Projekt von selbst tragen.

Den Überschuss an erwirtschafteten Lebensmitteln können die Frauen von Sangwali an die von Touristen genutzten, umliegenden Camps und Lodges verkaufen und mit dem Erlös wiederum die Schulgebühren und Lehrmaterialien für ihre Kinder finanzieren.

Wie sehen die Gewächshäuser und Hühnerställe aus?

Holzpfähle bilden den Rahmen für eine Konstruktion aus einfachen Stahlnetzen (wie sie beim Hausbau in Europa verwendet werden), die mit Schattennetzen überzogen werden. Zwei Seiten der einfachen, aber effektiven Gewächshäuser werden zudem mit Sumpfgras umgeben, um die Pflanzen vor zu starker Mittagssonne zu schützen.

Mit den Gewächshäusern und Hühnerställen ermöglichen wir den Familien Sangwalis ein wirtschaftlich unabhängiges Leben. Mit der Förderung von Bildung für die Kinder und Jugendlichen durch den Erlös aus dem Projekt steht ihnen eine selbstbestimmte Zukunft offen.

Ein erstes Gewächshaus mit einfacher Wasserpumpe wurde als Pilotprojekt errichtet und zeigt bereits klare Erfolge: Salat und Gemüse wachsen prächtig, ohne dass die Nilpferde ins Innere eindringen können.

Bei erfolgreicher Finanzierung und Umsetzung liegt das nächste Ziel darin, in weiteren Dörfern der Mayeyi diese Gartenprojekte aufzubauen.

Mit einem Crowfunding möchten wir Gewächshäuser, Wasserpumpen und Hühnerställe finanzieren.

https://www.leetchi.com/c/projekte-fuer-sangwali