Wüsten-Touren

Welwitschia MirabilisWer die prähistorische, endemische Welwitschia Mirabilis, die !Nara-Pflanze und die Halbedelsteine in der Wüste nicht kennt, der hat das wahre Namibia noch nicht entdeckt. Nehmen Sie sich einen halben oder ganzen Tag Zeit, um mit einem erfahrenen Reiseleiter die Geheimnisse der uralten Namib und ihrer Trockenflüsse zu entdecken.

Strauße und Springböcke zupfen im stellenweise grünen Flussbett an spärlichen Pflanzen, während Klippschliefer oder Dassies, die ein wenig an europäische Murmeltiere erinnern, zwischen den Felsen herum tollen. Lassen Sie sich zur kolonialen Kahn-Mine oder zur historischen Oase Goanikontes bringen, in der die deutschen Schutztruppen und zahlreiche Farmer ihre historischen Spuren hinterließen. Genießen Sie den atemberaubenden Blick über die Mondlandschaft und das Gefühl, sich für einen stillen Augeblick wie der einzige Mensch auf diesem Planeten zu fühlen.

MondlandschaftHier haben Pflanzenarten überlebt, deren Vielfalt und Einzigartigkeit nur dem Betrachter deutlich wird, der kleinste Unterschiede zu erkennen vermag. Scheinbar gleich und doch so unterschiedlich in ihrer Struktur, den feinen Linien  ihrer Blätter, einem Hauch helleren Grüns, der Form des Stammes oder der Größe ihrer Blüten ist ihnen alle doch eine Besonderheit gemein: Sie haben sich im Laufe der Jahrmillionen an das karge Wüstenklima angepasst, sind Überlebenskünstler geworden in einer feindlich erscheinenden Welt, die doch überall Leben in mannigfaltigen Erscheinungsformen hervorbringt.

Die Welwitschia Mirabilis ist wohl die bekannteste endemische Pflanze Namibias, die nur zwischen Kuiseb und südlichem Angola in ihrer prähistorischen Urform erhalten geblieben ist. Bis zu 2000 Jahre Lebenszeit wird einzelnen Welwitschias in der Namib wissenschaftlich bescheinigt. Je älter sie sind, desto weiter gefächert zeigen sich ihre Blätter. Zahlreiche Theorien wurden über die Welwitschia entwickelt, doch hat man sie bisher nicht komplett erforscht.
Wer die Pflanzenwelt der Namib entdecken möchte, tut dies am besten mit einem unserer erfahren Reiseleiter. Einerseits fährt man auf diese Weise nicht an den Schönheiten der Wüste und Riviere vorbei, wenn man die Details nicht ohne Weiteres zu erkennen vermag, andererseits wissen die Tour Guides auch, wie man alles sehen kann, ohne es zu zerstören.

Halbtagestour (ca. 3-4 Stunden) oder Tagestour (ca. 6 Stunden) mit einem erfahrenen Reiseleiter und Geländewagen durch die Namib Wüste. Getränke sind im Preis inbegriffen.

 

Die Wüste lebt!

Palmato GeckoLeise weht der Wüstenwind durch die Dünen. Zaghaft und doch machtvoll beginnt die Sonne Namibias den frühen Morgen in ihr Licht zu betten. Plötzlich bewegt sich etwas im Sand, formt kleine Spuren, die sich huschend fortsetzen und ein gleichmäßiges Muster hinterlassen. Kleine Käfer, Schlangen und Insekten suchen den Schutz des kühlen Sandes, um der flirrenden Wüstensonne zu entfliehen, Geckos huschen unter Steine und Büsche.

Die Wüste lebt – in all ihren Facetten, in kleinsten Bewegungen und Spuren – und auf diesen Spuren bewegen wir uns mit einem Reiseleiter, der die Wüste und ihre Lebewesen wie seine Westentasche kennt.

Wir starten am frühen Morgen, wenn die Luft noch kühl ist und das Leben in der Wüste erwacht. Mit dem Geländewagen fahren wir in die Dünen, wo das ungeübte Auge nur Sand und Steine zu erkennen vermag, und entdecken mannigfaltiges Leben im Sand der unendlichen Wüste.

Wüsten  ChameleonDies ist die Heimat geheimnisvoller Kleintiere wie der Trichterspinne, die ihre Netze so geschickt baut, dass Insekten hinein rutschen können, und um Wasser zu sammeln. Der Klopfkäfer „Tok-Tokki“ – so benannt nach seinem südafrikanischen Verwandten, der sein Weibchen über Kilometer weite Entfernungen anlockt, indem er mit seinem Hinterteil auf den Sandboden klopft – speichert bis zu 40 Prozent seines Körpergewichts an Wasser und dient daher seinerseits als beliebte Nahrung für seine natürlichen Feinde.
Chamäleons passen sich dem Untergrund perfekt an und sind kaum erkennbar, kleine Geckos huschen durch den Sand, um ihrerseits Beute zu erhaschen.
Ein Morgen in der Wüste ist ein einmaliges Erlebnis, und selbst wenn Sie nur zur Entspannung an Namibias Atlantikküste verweilen, sollte ein solcher Ausflug unbedingt in Ihrer Reise enthalten sein.


Wüstentour „Little 5 / Die kleinen 5 der Wüste“ mit dem Geländewagen (ca. 3-4 Stunden, inkl. Getränken).

 

Sandwich Harbour

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 Die Lagune Sandwich Harbour liegt südlich von Walvis Bay wie ein Juwel
 zwischen den Dünen der Namib am wilden Atlantik.

 Nach einer kurzen Rundfahrt durch Walvis Bay fahren wir entlang der 
 beindruckenden Salzfelder und genießen eine abenteuerliche Fahrt im
 Geländewagen durch die Dünen und entlang des Strandes.

 Die letzten Kilometer zum Sandwich Harbour können nur bei Ebbe von sehr
 erfahrenen Fahrern bewältigt werden. Daher ist vom Selbstfahren dringend
 abzuraten!

Sandbedeckte Ruinen zeugen von den Unterkünften der Siedler, die während der Kolonialzeit hier Guano ernteten. Viele Fischarten tummeln sich im Wasser und ziehen Seevögel magisch an, so dass sich dem Besucher ein pittoreskes Bild einmaliger Schönheit am Rande der Dünen bietet. Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Auf dem Rückweg geht es am Kuiseb-Delta entlang, wo wir mit etwas Glück verschiedene Vogelarten, Schakale, Hyänen, Strauße und Springböcke entdecken.

 

Cape Cross: Die große Seehund-Kolonie

An der berühmt-berüchtigten Skelettküste entlang geht es nach Cape Cross. Vorbei an einem kleinen Salzsee und entlang der historischen Bahnlinie, deren Spuren noch an den Eisenresten im Sand zu sehen sind, geht es an den Strand des wilden Atlantiks. Hier leben Tausende von Seehunden in einer riesigen Kolonie.

Der portugiesische Seefahrer und Entdecker Diogo Cao betrat im Januar 1486 als erster Europäer die Landspitze bei 21° 46′ südlicher Breite am heutigen Kreuzkap und errichtete dort auftragsgemäß ein Steinkreuz. tl_files/namibia-aktiv/Artikel/Seehunde.jpg